Was ist mit Sonntag?


Wir gratulieren zu Ihrem Fund!


Birnes Psychosetagebuch

Wie schön, dass Sie hierher gefunden haben!
Auf dieser Seite finden Sie Vorder- und Hintergrundinformationen
zu dem Projekt „Was ist mit Sonntag?“.


„Und wenn es mein einziger Wunsch ist der jemals in Erfüllung geht,
dann mögen alle lebenden Wesen im Himmel auf Erden und allen anderen 
Planeten diesen wundervollen Morgenaufgang im Grunde ihres Herzens tragen!
Damit er dort feuerhell erstrahle um ihren Seelen den Weg zu leuchten, 
wohin auch immer das Leben sie führt.“
(Mi.d.Bi. in „Niemals lässt sich das Glück von Birnen erpressen“, 2008 Amelie Bartelsen)


In bereits fortgeschrittenem Stadium seelischer Entgleisung, verfasste Birne
sechs illustrierte Tagebucheinträge, welche das Früchtchen zu gleichen Teilen
auf insgesamt 1500 Postkarten drucken ließ um diese, vornehmlich in Hamburg,
zu verbreiten. Zum Beispiel auf öffentlichen Toiletten, in Diskotheken,
Fahrkartenausgabefächern, Lebensmittel- und Drogeriemärkten wartet Birnes
Geschriebenes und Gezeichnetes nun darauf, zufällig gefunden zu werden;
Niemals als vollständige Reihe, sondern stets einzeln, entrissen ihrem Kontext
sind die Karten zu entdecken - Birne sieht darin eine für sie passende Metapher des
Wesens einer Psychose... fühlt sie sich zur Zeit selbst wie in unzählige Schnippsel
zerpflückt und einem Ventilator vorgeworfen.
Um die Menschen zu erreichen von denen Birne annimmt dass sie sich für das Projekt
interessieren, hat sie einen kleinen Teil der Karten Deutschlandweit mit der Post
verschickt. „Auch, wenn das ein wenig geschummelt ist“, kichert Birne verlegen.

Was noch hat Birne zu dieser Aktion veranlasst?
Schon seitdem sie vor einigen Jahren zum ersten Mal in eine psychotische Krise geriet,
ärgert es das Obststück, dass viele Menschen glauben, psychisch Erkrankte wären
in am Stadtrand gelegenen „Anstalten“ lebenslänglich weggesperrt.
Dabei sind Birne und ihre Genossen doch in alltäglichen Situationen,
an alltäglichen Orten anzutreffen, wie beispielsweise auf öffentlichen Toiletten,
in Diskotheken, an Fahrkartenautomaten, etc. ...

Im Anschluss an diese Projektbeschreibung finden Sie alle sechs Illustrationen
aus Birnes Psychosetagebuch. Viel Freude beim Anschauen!
Wenn Sie die Zeichnungen in Zusammenhang mit Birnes handschriftlichen Einträgen
genießen möchten, können Sie das komplette Tagebuch für 15 Euro, inklusive
Versand sowie persönlich gestalteter Verpackung, bei mir kaufen.
Bestellungen per e-mail bitte an Birnental@gmail.com, und wer lieber anrufen
möchte wählt bitte die Nummer 0177 55 829 72. Wenn Sie ihr Exemplar persönlich
bei mir zu Hause abholen, kostet es nur 13 Euro, inklusie persönlich gestalteter
Verpackung und freundlicher Übergabe.

Leider hat Birne ihr spezielles Erleben nur von Montag bis Samstag,
vom ersten bis zum sechsten November dokumentiert. Was ihr am Sonntag
widerfährt erfahren wir nicht. Im Kommentarbereich dieser Seite sind Sie dazu
eingeladen Ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen: Mehr oder weniger einfühlsamen
Spinnereien über Birnes Verbleib am Sonntag ist hier Raum gegeben.
Ich freue mich auf Ihre Ideen!

Schauen Sie bitte auch auf die Seite „Das Leben ist kein Naturschutzgebiet“.
Dort finden Sie eine ausführliche, bebilderte Beschreibung meiner Examensarbeit,
in der ich mich ebenfalls mit meiner Psychoseerfahrung auseinander setze.

„Was ist mit Sonntag? Birnes Psychosetagebuch“ wurde im März 2014 mit
einem Out Of Box Award 2013 in der Kategorie Graphic Fine Art ausgezeichnet.
Hier ein Zitat von Walter Robisch (Mitglied der unabhängigen Jury):

„In öffentlichen Toiletten, Diskotheken, Fahrkartenausgabefächern, Lebensmittel-
und Drogeriemärkten Hamburgs wartet der Irrsinn: 1500 Postkarten mit den Tagebucheinträgen
einer psychotischen Birne. Und wer eine davon gefunden hat, wird sich auf die Suche nach den
anderen machen: Nicht nur wegen der wunderschönen, eigenwilligen Illustration, sondern
vor allem wegen der im wahrsten Sinne des Wortes wahn-witzigen Texte.
Eine äußerst gelungene Aktion im öffentlichen Raum, die hoffen lässt, dass Birne
weder in die Hände eines Psychiaters noch der Psychopharmaka-Lobby gerät.“

Walter Robisch




Schlauigkeit: Schauen Sie regelmäßig nach Ihrem Hefeteig! Alleingelassen hört er nicht mehr auf zu wachsen.




Merke: Bei der Ankunft im Birnental ist es nur von Vorteil seine mitgenommene Seele zunächst an
die Wäscheleine zu hängen.




Bedenke: Ein hartnäckiger Pharmavertreter macht das Entschweben mit einem riesigen Kopf voller Gedanken
                 noch schwieriger als es ohnehin schon ist.  




Schon gewusst? : Immer wenn du denkst es geht nicht mehr, kommen von irgendwo zwei Lichter her.




Tierliebe ist... deiner Katze alles zu verzeihen, ist sie schließlich dein treuester, warmherzigster und verständnisvollster
 Freund bis das der Tod euch scheidet.    




Ärgernis: Immer dann, wenn man am dringensten einen Schutzengel braucht, ist der Automat
wie vom Erdboden verschluckt.